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20.10.05 | Ruth und Roland Selg,
Eagles' Wings Deutschland
Liebe Freunde,
Wir möchten Ihnen heute den Bericht über den Tag des Gebets für den Frieden Jerusalems geben und allen danken, die mitgebetet und sich so sehr engagiert haben.
Ohne Ihren/Euren Einsatz wäre dies alles nicht möglich gewesen. Wir freuen uns und wissen, dass wir alle gemeinsam an diesem Tag das Herz Gottes berührt haben. Wir freuen uns auch auf die Auswirkungen, die von diesem Tag ausgehen und die wir sicher bald sehen und erfahren.
Weltweit haben sich am 2. Oktober 2005 Millionen von Christen in 89 Nationen und in fast 100 000 Gemeinden getroffen, um gemeinsam für dieses Anliegen vor Gott einzutreten. Die zentrale Veranstaltung fand in Karlsruhe im Missionswerk statt. Über 1000 Gläubige kamen in die Christuskathedrale.
Als Ehrengäste konnten der israelische Botschafter in Berlin,
S.E. Botschafter Shimon Stein, die Knesset Abgeordneten Gila Finkelstein, Dr. Yuri Shtern und S.D. Albrecht Fürst zu Castell-Castell begrüßt werden.

Robert Stearns,
der Hauptinitiator dieses Tag des Gebets berichtete von der Entwicklung dieser Initiative, die ihren Ausgang von einem kleine Gebetstreffen von Rabbinern und christlichen Leitern im israelischen Konsulat in New York genommen hatte. Das israelische Konsulat hatte zu diesem Treffen eingeladen. Man war sich damals einig, dass es von grosser Bedeutung ist, dass sich die christliche Welt zusammen schließt und einen speziellen Gebetstag festlegt und sich zu ihren jüdischen Wurzeln bekennt. Wir tun nur das, was uns die Bibel im Psalm 122 aufträgt und bekennen damit, dass bibeltreue Christen die besten Freunde des jüdischen Volkes sind.

Dov Shaham,
ein General a.D., sagte in seinem kurzen Grußwort, er wisse, er sei unter Freunden und er sei stolz und dankbar hier dabei zu sein.
Gila Finkelstein
drückte ihre besondere Freude aus, an diesem Tag in Deutschland sein zu dürfen. Sie ist nach 22 Jahren die erste weibliche Knesset Abgeordnete der Nationalreligiösen Partei. Im Holocaust waren ihre Grosseltern und 12 Onkel und Tanten ums Leben gekommen. Sie wolle aber nicht auf das Schreckliche der Vergangenheit schauen, sondern sich an der Hoffnung der Zukunft festhalten und zitierte mehrfach aus dem Buch Jesaja. Sie schloss ihre kurze Ansprache, indem sie zum Ausdruck brachte, was gerade Jerusalem für sie bedeutet, u. a. ein Fels, der trotz aller Schwierigkeiten niemals verschwinden und der mit der Hilfe unserer Gebete für alle Zeit überleben wird.
S.D. Albrecht Fürst zu Castell-Castell
betonte, dass wir Christen zur Liebe und zur Verantwortung für das Hl. Land berufen sind. Das von Gott erwählte und geliebte jüdische Volk ist uns Christen aus den Heidenvölkern ganz nahe verwandt. Wir haben denselben Vater, Gott den allmächtigen und allgewaltigen Schöpfer des Universums. Jesus wurde als Jude geboren, lebte als Jude und ist als Jude gestorben. S. D. Albrecht Fürst zu Castell-Castell dankte allen anwesenden jüdischen Repräsentanten, dem jüdischen Volk für Jesus unseren Messias und Heiland. Er dankte Herrn Botschafter Stein und den Knesset Abgeordneten für ihr Kommen und wünschte ihnen, dass sie Kraft und Hoffnung von diesem Gebetstreffen für ihre Arbeit mit nach Hause nehmen.

Siegfried Müller
wurde für seine außerordentlichen Verdienste für das Volk und das Land Israel geehrt. Sein unermüd-licher Einsatz hat in den letzten Jahren mehr als zehntausend Pilger nach Israel gebracht. Seine Liebe zu Israel ist für uns alle Vorbild.
S.E. Botschafter Stein
brachte in seinem Grußwort zum Ausdruck, dass es sehr angenehm ist, hier in Karlsruhe unter Freunden zu sein. Er betonte, dass jeder Anwesende ein echter Freund Israels und des jüdischen Volkes ist und dass er das sehr zu schätzen weiss.
Im folgenden Gebetsteil beteten nacheinander stellvertretend für ihre Gemeinden und Werke und für alle Christen in Deutschland, die sich an dieser Gebetsinitiative beteiligen: S. D. Albrecht Fürst zu Castell-Castell, Siegfried Müller,
Harald Eckert,
Gerry Klein,
Uwe Dahlke,
Jobst Bittner,
Christoph Häselbarth und Suzette Hattingh. Daniel Müller schloss mit einem Gebet und mit einem Segen für die geistliche Hauptstadt der Erde ab.
In seiner Predigt sprach Robert Stearns über Amos 9,11: An jenem Tag richte ich die verfallene Hütte Davids auf, ihre Risse vermauere ich, und ihre Trümmer richte ich auf, und ich baue sie wie in den Tagen der Vorzeit. Davids verfalle Hütte ist das Haus des Gebets und der Anbetung. Die Welt wird zunehmend von den Machtbereichen des radikalen Islam einerseits und des moralischen Relativismus der westlichen Welt andererseits eingenommen. Es geht darum, dass Juden und Christen gemeinsam aufstehen und die Werte unseres Gottes in der Welt aufrecht erhalten und ein Licht für diese Welt sind. Deshalb ist es unsere Aufgabe, fest zu Israel zu stehen, denn Israel steht in diesem Machtkampf an der vordersten Front. Für die Zukunft Israels und bei unserer Unterstützung für Gottes Volk kommt es wesentlich auf die junge Generation an.
Die Gruppen, die jährlich Israel besuchen, werden immer älter, wo bleibt die Jugend, wer wird in 10 oder 20 Jahren für Israel eintreten? Auch aus diesem Grund wurde die Initiative Das Israel Experience ins Leben gerufen. Dies ist ein Programm für junge Studenten, von denen wir überzeugt sind, dass sie in einigen Jahren Führungspositionen in unserer Gesellschaft übernehmen werden. Sie werden für 3 Wochen nach Israel reisen und dort einen Eindruck aus erster Hand für die Probleme dieses Landes bekommen, um so einen Gegenpol zur Desinformation der westlichen Medien zu bilden. Wir brauchen die nächste Generation gerade in Europa, sagte Robert Stearns. Eine Generation die nicht Tamburin schwingend und Schofar blasend in Verzückung gerät, wenn das Stichwort Israel fällt, sondern die aufsteht und offen für Israel eintritt. Die sich nicht davon abbringen lässt, Solidarität mit Israel zu bekunden und im Gebet nicht schweigt noch ruht, sondern das Baumaterial für die Hütte Davids dar
stellt.
Dr. Yuri Shtern,
der Vorsitzende des Knesset Ausschusses Christliche Verbündete hielt eine sehr beeindruckende Rede. Wir geben diese Rede teilweise zusammengefasst, teilweise auch wortgetreu wieder. Dr. Shtern bekundete seinen Dank und betonte stark die besondere Bedeutung, dass die 2. zentrale Gebetsveranstaltung in Deutschland stattfindet. Nicht allein wegen der Vergangenheit und den Grausamkeiten des Holocaust, nein besonders im Hinblick auf die Zukunft, denn Deutschland kommt eine Führungsposition in Europa zu, wenn es darum geht, der Solidarität mit Israel Struktur und Gesicht zu verleihen. Warum beten wir für Jerusalem, nicht für Karlsruhe, oder Deutschland oder irgendeine andere Stadt? Wir beten nicht anstelle anderer Städte, sondern es muss unser ultimatives Gebet sein, für Jerusalem zu beten.
Bei jeder jüdischen Hochzeit wird Psalm 137 zitiert: Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, so werde vergessen meine Rechte! Es klebe meine Zunge an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe! Juden beten täglich für Jerusalem. Warum ist es richtig, dass Christen für Jerusalem beten? Jerusalem wird tausendfach in der Bibel erwähnt und Jerusalem befindet sich im Zentrum des Angriffs des Jihad, der uns alle bedroht und ist besonders den Gefahren des moralischen Relativismus ausgesetzt. Der Holocaust hat den Christen aufgezeigt, dass Töten von Juden Töten von Gott bedeutet. Er hat aber auch zur Gründung des Staates Israel beigetragen und damit wurde der Beweis erbracht, dass alles, was in der Bibel steht wahr ist. Wenn wir für den Frieden von Jerusalem beten, bringen wir damit zum Ausdruck, dass uns Gottes Wort wichtiger ist, als alle politische Korrektheit. Unsere Worte sind uns wichtiger als alles Öl. Unser Glaube ist
stärker als alle Furcht.
Eure junge Generation wird täglich vergiftet durch die Medien mit Dingen, die für ihr Leben irrelevant sind, die aber sehr relevant für die Pläne des Feindes sind. Alle Kräfte dieser Welt sind daran interessiert auf Kosten von Israel und seiner Existenz ein geschäftliches Arrangement zu machen. Dahinter steckt der Widersacher, der eure Seelen gefangen nehmen und euer Leben zerstören will, aber dazu muss er zuerst das jüdische Volk zerstören. Deshalb kommen wir zusammen. Es ist ein Zeichen für das, was geschieht, dass viele Christen, die ihren Glauben wirklich ernst nehmen, die ihre Bibeln aufschlagen und die jüdischen Wurzeln ihres Glaubens erkennen, die sehen, dass das jüdische Volk einen zentralen Platz in ihren Herzen hat, nicht als potentielle neue Christen, sondern als das, was sie sind, das jüdische Volk, das bringt Millionen von Christen zu dieser Solidarität. Auf jüdischer Seite nimmt die Zahl derer zu, die nach Jahrhunderten von christlichem Antisemitismus, nach Jah
rhunderten des Hasses und der Isolation, jetzt plötzlich erkennen, dass es Christen gibt, die uns bedingungslos lieben und so verändert sich auch unser Verständnis für die Realität.
Mehr und mehr kommen wir dazu, Euch zu glauben und neu wert zu schätzen. Die christliche Bibel, die lange Zeit für uns ein Symbol der Verfolgung war, wird jetzt zu einem Zeichen der Solidarität und gemeinsamer Werte. Es gibt keinen Ort, der wichtiger ist, dies zu tun, als Europa und kein Land, das geeigneter wäre, hier eine Führungsrolle zu übernehmen, als Deutschland. Ich sage das weniger in Bezug auf die Verbrechen der Vergangenheit, sondern in Bezug auf die Hoffnung der zukünftigen Zeit.
Abschließend ging
Dr. Shtern auf das Israel Experience Programm ein. Die junge Generation, die täglich den Lügen über Israel und die Welt ausgesetzt ist, braucht Lehre und Aufklärung und dieses Programm soll ihnen die Möglichkeit bieten, sich einen eigenen Eindruck von Israel und seiner Situation zu machen. Der Knesset Ausschuss nimmt sich der Teilnehmer des Programms an und jedes Ausschussmitglied hat sich bereit erklärt, Gastgeber für 2 Tage für einen jungen Stipendiaten zu sein.

Abschließend betete
Pastor Daniel Müller
und sagte, dass seine Gemeinde speziell dieses Israel-Experience fördern möchte und bat auch die Anwesenden um ein großzügiges Opfer.
Wir können heute nur staunen und dankbar sagen: Gott ist gut. Er steht zu seinem Wort und wir möchten Sie/Euch alle in Dankbarkeit und voller Freude grüßen. Was hat Gott aus den kleinen Anfängen in solch kurzer Zeit alles gemacht? Welch ein Segen ist die Einheit!
Wir grüßen Sie/Euch alle mit
einem frohen und dankbaren Schalom

Roland und Ruth Selg
Eagles' Wings Deutschland
mit allen Freunden und Unterstützern des Dienstes
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