Zeitschrift Charisma
Weltweiter Gebetstag für Israel
Betet für den Frieden von Jerusalem! (Psalm 122,6)
Künftig soll der erste Sonntag im Oktober ein weltweiter Gebetstag für Israel und den Frieden von Jerusalem sein. Der Tag wurde bewusst in zeitlicher Nähe zum jüdischen Jom-Kippur-Fest gewählt
Der erste Impuls zu diesem Projekt kam vor etwa zwei Jahren, als eine Gruppe christlicher Leiter in New York City den Gedanken aufgriff,
in ihren Gemeinden fur den Frieden Jemsalems zu beten. Mittlerweile haben sich Hunderte von Pastoren, Gemeinde- und Missionsleitern dem Aufruf an alle Manner und Frauen des Gebets angeschlossen, die Einführung eines ,Nationalen Gebetstages für den Frieden von Jerusalem zu unterstützen.
Dr. Jack Hayford, einer der renommiertesten Pastoren Amerikas und Vorsitzender des Leitungsteams dieser Gebetsinitiative, erklärte zu dem Vorhaben, das Volk Gottes sei aufgerufen, seinen biblischen Auftrag zum Gebet für Israel auszuführen und so auch gegen jeglichen Anstieg des Antisemitismus einzutreten. Wir dürfen hier nicht passiv sein. Wir sind aufgerufen, mit Leidenschaft zu beten, in die Fürbitte einzutreten. Dabei gehe es nicht um Politik, so Hayford weiter, sondern hier geht es um das Wort Gottes.
Robert Stearns, der dieses Projekt eines jahrlichen weltweiten Gebetstages für Israel vor kurzem im Rahmen einer Tagung in Bad Nauheim auch in Deutschland vorgestellt hat, äußerte sich ähnlich zur Notwendigkeit des Gebets. Die jü-disch-christliche Welt und die westliche Zivilisation werde heute von Kräften bedroht, die sie und ihre Werte zu zerstören suchen. Eine Gebetsversammlung wie die geplante sei daher in geistlicher Hinsicht eine strategische Zeit.
Interessant ist, dass der Weltweite Tag des Gebets fur den Frieden von Jerusalem in diesem Jahr auf den 3. Oktober fällt, ein in Deutschland besonderes Datum, das an Gottes Handeln in der Geschichte unseres Landes erinnert, wie es in der Wiedervereinigung sichtbar wurde
Im Mittelpunkt des Aufrufs zur Teilnahme an der Initiative stehen folgende Anliegen:
- verstehen, dass wir durch den Glauben Abrahams Kinder sind, der wilde Ölbaumzweig eingepfropft in die Wurzel des Bundes Gottes;
- erkennen, dass Gott seine Zusagen an Abraham und dessen Nachkommen gehalten hat und das Volk entsprechend dem Wort der Propheten in das Land zurückgeführt hat;
- Wahrnehmen unseres biblischen Mandats, für das Wohlergehen und die Rettung Jemsalems einzutreten, bis Gottes Verheißung sich erfüllt hat (Ps 122; Jes 62,7);
- bekräftigen, dass die Liebe Gottes und sein Segen für alle Nationen und Menschen gilt, dass unser Wohlwollen und unsere Liebe sich auf alle Einwohner des Heiligen Landes erstrecken und das wir der gesamten Region Frieden wünschen
- die gemeinsame Bitte, dass alle Männer und Frauen des Gebets jährlich den ersten Sonntag im Oktober, nahe dem Versöhnungstag Jom Kippur als Tag des Gebets für den Frieden von Jerusalem festlegen.
Quelle:
Charisma 129, 30. Jg., 2004
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